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Sie befinden sich hier: Info - Archiv / Artikel aus 2009 / "Ein Schatten auf dem Jakobsweg"

"Ein Schatten auf dem Jakobsweg"

Das Publikum im Nachbarschafstreff
Feridun Dörtkades mit dem Stock seines Großvaters
Die Pilgerurkunde

Am Montag, 19. Januar 2009 berichtete Feridun Dörtkardes, Bewohner der High-Deck-Siedlung, im Nachbarschaftstreff „mittendrin“ von seiner Reise auf dem Jakobsweg. Dörtkardes war Juni und Juli 2008 24 Tage lang zu Fuß in Frankreich und Spanien unterwegs. Dabei legt er rund 900 Kilometer zurück.

Dörtkardes gelang es, die Zuhörer mit seinem Bericht in den Bann zu ziehen. Der Moslem türkischer Herkunft war in Saint-Jean-Pied-de-Port im Süden Frankreichs aufgebrochen und auf dem Pilgerweg über Pamplona, Burgos und León bis nach Santiago de Compostela und Finesterre gewandert. Den Weg ging er mit religiösem Hintergrund: „Es ist für mich ein Weg Gottes und ein Weg wo man Gott findet“, so Dörtkardes.

Die Pilger, so berichtete Dörtkardes, kommen mehrheitlich aus Spanien, Japan, Frankreich, Deutschland und Italien. Obwohl jeder den Weg eigentlich für sich allein gehe, sei es „wie in einer Riesen-Familie“.

Der deutsch-türkische Pilger war mit dem Stock seines Großvaters und einem 14 Kilo schweren Rucksack unterwegs. Er übernachtete nicht in teuren Hotels, sondern in einfachen Herbergen, um dem „klassischen“ Pilgergefühl möglichst nahe zu sein. In Santiago besuchte er die Pilgermesse und erhielt eine Urkunde. „Das war leider ein etwas bürokratischer Akt, etwas enttäuschend nach 900 Kilometern“, so Dörtkardes. Die Spanier erlebte der Pilger als außerordentlich freundlich und hilfbereit.

Nach der Präsentation, bei der eine Reihe beeindruckender Bilder zu sehen waren, hatten die Zuhörer Gelegenheit zu Nachfragen und zum Gespräch.