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Fassadenkunst

Straßen bekommen ein Gesicht

Bilder auf grauen Fassaden
Kinder bei der Arbeit
Künstler vor ihrem Bild

Die Straßen der High-Deck-Siedlung sind nach berühmten Sängern aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts benannt. Heute weiß allerdings kaum noch jemand, wer sich hinter den Namen verbirgt. So entstand die Idee, einige markante Wohnhausgiebel künstlerisch zu gestalten. Als Motive wurden Szenen aus Opern und Operetten gewählt, in denen der für die jeweilige Straße namensgebende Künstler mitgewirkt hat. Gleichzeitig sollten diese markanten Gestaltungen zur besseren Orientierung im Quartier beitragen, denn die bauliche Struktur macht dies insbesondere Besuchern schwer. Auch die Identifikation der Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrem Quartier sollte gestärkt werden.

Mit Entwurf und Ausführung wurde der Maler Carlos Martins beauftragt. Er entwarf erste Skizzen, die er dann gemeinsam mit Kindern der nahegelegenen „Grundschule in der Köllnischen Heide“ im Rahmen des Kunstunterrichts weiterentwickelte. Begeistert waren die Sechsklässler und ihre Lehrerinnen bei der Arbeit. Die Bilder entstanden in mehreren Schritten: Die Motive – unter anderem Szenen aus den Opern "Wilhelm Tell" von Rossini, "Die Afrikanerin" von Giacomo Meyerbeer oder "Rigoletto" von Verdi - wurden in einem Atelier gemalt und später auf die vorgesehene Wand übertragen. Jugendliche eines Beschäftigungsprojektes der Bequit GmbH grundierten die Fassadenausschnitte und gestalteten den Hintergrund, bevor der portugiesische Künstler und seine jungen Helfer die Motive auftragen konnten.

Im Frühjahr 2002 begann die Malerei im Freien. Zweimal wöchentlich traf man sich zur gemeinsamen Projektarbeit. Mit viel Engagement und in mühevoller Kleinarbeit gingen die Kinder daran, die sechs Bilder mit Leben zu füllen. Die Arbeit dauerte mehrere Monate. Sie wurde im Rahmen eines Videoprojektes von Grundschülern der gleichen Schule unter Anleitung der Dokumentarfilmer Katrin und Stefan Samuel begleitet. Die Wandbilder fanden im Quartier viel Anklang. Das wird auch dadurch belegt, dass sie bis heute unbeschädigt geblieben sind.

Projektträger:

STADT UND LAND Wohnbauten-GmbH

Durchführung:

Carlos Martins mit Bequit GmbH und Grundschule in der Köllnischen Heide

Finanzierung:

Quartiersfonds High-Deck-Siedlung: 33.000 Euro