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High-Decks auf der Biennale

Eine ganze Wand der Biennale ist der High-Deck-Siedlung gewidmet. Stephen Willats lädt zu einem besonderen Rundgang durch die Siedlung ein: Am Anfang und am Ende stehen Fotos von den Hochdecks, neben denen die Wohnhäuser wie Festungen wirken.

Neben der Ausstellung in der Galerie Thomas Schulte (Mommsenstraße 56, bis zum 28. Februar) ist die berlin biennale die zweite Ausstellung in Berlin, in der Willats mit seinen Aufnahmen aus der High-Deck-Siedlung zu sehen ist. Sie dauert bis zum 18. April. Willats Werke sind im Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, zu sehen (zwischen Potsdamer Platz und Anhalter Bahnhof, gegenüber dem Abgeordnetenhaus), Öffnungszeiten mittwochs bis montags 10 bis 20 Uhr.

Zu Beginn stellt Willats dem Betrachter die Frage, was er in dieser eher öde wirkenden Betonlandschaft wohl erwartet. Dann zeigt er in vielen Detailaufnahmen die Spuren der Bewohner: Dekorationen an Fenstern, Graffities, liebevoll gepflegte Pflanzen oder ein Gesicht, das auf einen winzigen Kieselstein gemalt ist. Die scheinbar so eintönigen Fassaden bekommen individuelle Gesichter. Unterbrochen werden die Collagen durch kurze Textpassagen. Parallel dazu läuft ein Video-Film aus der Siedlung. Die visuellen Eindrücke werden so durch die Tonkulisse unterstützt.







