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„Zirkus … so ein Theater!“ im Nachbarschaftstreff „mittendrin“

Zeichnungen 1,8,9: Appelmann; Fotos 2-6 QM High-Deck-Siedlung/Sonnenallee Süd

Noch bis zum 31. März 2017 können große und kleine Zirkusliebhaber im Nachbarschaftstreff „mittendrin“ auf ihre Kosten kommen. Die zahlreichen Zeichnungen, die mit Buntstiften und Aquarell von der Szenen- und Kostümbildnerin Ariane Appelmann angefertigt wurden, entführen den Betrachter in die zauberhafte Welt des Zirkuslebens.

Zur Ausstellungseröffnung am 15. Februar versetzten zunächst die Kinder der Kita Tabea die rund 40 Besucher in „Zirkusstimmung“, indem sie die Veranstaltung mit einem Zirkuslied eröffneten.

Die Gäste zeigten sich nach der Eröffnung sehr beeindruckt von den lebendigen und phantasievollen Werken der Künstlerin, betrachteten die Bilder mit viel Interesse und tauschten sich im Anschluss bei Kaffee und Kuchen in angeregten Gesprächen aus. Ursprünglich als Buchillustrationen angefertigt, warten die Bilder nun noch darauf, in einem Buch veröffentlicht zu werden. Jedes Bild erzählt eine kleine Geschichte, mehrere Geschichten mit Bildern zusammen können dann ein ganzes Buch füllen. Der Betrachter kann den ganzen Entstehungsprozess der Bilder mitverfolgen – von der Skizze bis zum fertigen Bild.

Die Ausstellung selbst zeigt zwei Geschichten, die die Künstlerin Frau Appelmann für uns erläutert:

„Die erste Geschichte, die ausgestellt ist, heißt Coccinella - das ist italienisch für Marienkäfer. Die Arbeiten zu Coccinella waren die ersten Zeichnungen im Bereich Zirkus. Hier findet man eine unübliche Darstellung des Zirkuszeltes, so auch der Tiere. Es sind nicht die üblichen Dressuren, die gezeigt werden. Die Rollen sind vertauscht. Die Tiere können einfach alles tun und machen und ihren Spaß haben. Es gibt keine Grenzen.

In der zweiten Geschichte Zirkustheater steht die Zirkuskiste im Mittelpunkt. Es findet ein Clownswettbewerb statt. Alle Akteure steigen aus der Zirkuskiste. Felix, der Papagei, ist der Moderator, Scotti und das Nummerngirl Goldi sind seine Assistenten. Jede Geschichte ist urkomisch und der Betrachter/Leser kann entscheiden, welche ihm am besten gefallen hat. Am Ende der Vorführungen steigen die Clowns wieder in die Zirkuskiste."

Die ersten Ideen für die Zirkusbücher erhielt Frau Appelmann durch ihre Arbeit als Kunstzirkelleiterin während des Projekts „Künstler in Schulen“an Grundschulen und am Gymnasium im Jahr 2001. Die Vita von Frau Appelmann lässt erahnen, welche bunte Theaterwelt für die Bilder Modell gestanden haben könnte:

Den Beruf der Szenen- und Kostümbildnerin hat Frau Appelmann zunächst an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin gelernt. Von 1968 an arbeitete die studierte Szenen- und Kostümbildnerin dann im Bereich „Unterhaltung“ im Deutschen Fernsehfunk und verlieh dort zahlreichen Revuen, Musicals, Opern, Operetten und Ballettinszenierungen ein Gesicht bzw. Kostüm. Auch im Berliner Friedrichstadtpalast stattete sie zwei Revueausstellungen aus. Von 1998 bis 2000 arbeitete sie als Kostümbildnerin am Stadttheater Köpenick.

Text: K. Heinze, Fotos: 1,8,9: Appelmann; 2-6 QM High-Deck-Siedlung/Weeber+Pa