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Jeder Baum fest im Visier

"Denken Sie an die Bäume! Ich zähl’ die nach!" Mit diesem Versprechen, hatte der Bewohner aus dem Michael-Bohnen-Ring die Lacher auf seiner Seite. Aber wie viele seiner Nachbarn war der ältere Herr besorgt, dass der Neugestaltung des Bolzplatzes neben dem Platz an der Sonnenuhr sowie des Spiel und Bolz-Platzes neben der Bushaltestelle Peter-Anders-Straße genau so viele Bäume zum Opfer fallen wie dem neuen Platz an der Sonnenuhr. Die Mieter schätzen den alten Baumbestand nicht nur als Schattenspender, sondern auch als Lärmdämmer. Doch Jörg Mitkau, der die beiden Plätze für die STADT UND LAND plant, konnte beruhigen: Höchstens zwei Bäume müssten gefällt werden.

Die Bewohner brachten einige Ideen ein, die beim Bau berücksichtigt werden sollen: So soll einer der beiden Bolzplätze zum Fußballspielen, der andere als Streetballplatz genutzt werden. Sie sollen zusätzlich mit einem Ballfangnetz überdacht werden, damit keine Bälle auf die Sonnenallee rollen. Beim Standort der Bänke will man nach Schatten suchen. In Anbetracht der Hitze äußerten Mütter den Wunsch nach einem Wasserspielplatz. Das ist wegen der hohen Betriebskosten nicht realisierbar. Gemeinsamt will man nun mit der STADT UND LAND versuchen, bei heißem Wetter zwischen den Häusern unter Aufsicht des Spielmobil-Teams mit den Rasensprengern wenigstens Stundenweise Abkühlung für die jüngsten Bewohner der High-Deck-Siedlung zu schaffen.

Der Bolzplatz neben der Bushaltestelle "Peter-Anders-Straße" wird ebenfalls verkleinert. Daneben entsteht ein Boule-Platz, ein Angebot, dass sich auch an ältere Generationen richtet. Einige neue Sitzbänke werden zum Verweilen einladen. Auf die Neugestaltung des benachbarten Spielplatzes muss vorerst verzichtet werden, weil die STADT UND LAND angesichts des drohenden Verkaufes für dieses Areal kein Geld zur Verfügung stellen kann. Auf Vorschlag einiger Bewohner will man sich gemeinsam mit dem Quartiersmanagement bemühen, Sponsoren für den neuen Spielplatz zu finden.

Beide neuen Spielplätze werden mit Lärm dämmenden Materialien gebaut: Netze statt Metallgitter werden die Bälle abfangen, der Boden aus Gummigranulat schluckt den Aufprall der Bälle, die Metallpfosten werden mit Sand gefüllt. Der neue Bolzplatz neben dem Platz an der Sonnenuhr wird etwas kleiner werden als der alte. Die beiden Tischtennisplatten werden durch neue ersetzt. Einige Meter entfernt entsteht ein Sandspielplatz mit einem Wackeltier für Kleinkinder. Sechs Sitzbänke sollen auf dem Areal verteilt stehen. Im Rahmen der Baumaßnahmen wird außerdem ein stark benutzter Trampelpfad als regulärer Weg ausgebaut, damit man ihn bei jedem Wetter trockenen Fußes und unfallfrei benutzen kann.
 

Heike Kasten-Nkongolo