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Auswahlverfahren: "Trommelprojekt für Kitakinder"

Ausgangssituation

Für das Gebiet wurde 1999 ein Quartiersmanagement eingesetzt. Es handelt sich hier um eine Ende der siebziger Jahre im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus entstandene Siedlung mit ca. 2.500 Wohnungen und rund 6.300 Einwohnern. Ähnlich wie in den anderen Quartiersmanagement-Gebieten sind die sozialen Strukturen durch hohe Arbeitslosigkeit und eine große Zahl an Zuwanderern geprägt, darunter viele türkischer, arabischer und südosteuropäischer Herkunft. Ziel des Quartiersmanagements ist es, die Integration und die Lebenssituation der Familien zu verbessern und die Bildungschancen der Kinder zu fördern.
Im Frühjahr 2011 wurde auf Grund der großen Nachfrage eine neue Kindertagesstätte mit 80 Plätzen eröffnet, deren Träger die Fröbel gGmbH ist. 85 % der Kinder haben einen Migrationshintergrund und kommen bildungsfernen Schichten. Ein großer Teil der Kinder hat große Entwicklungsdefizite und ein auffälliges Sozialverhalten. Dies kann man bereits bei den kleineren Kindern beobachten.
Gute motorische und kreative Fähigkeiten, koordinierte Bewegungen und eine bessere Konzentrationsfähigkeit sind wichtige Grundlagen für den Spracherwerb und den späteren Schuleintritt. Je früher diese elementaren Grundlagen gelegt und gefördert werden, umso größer sind die Chancen der Kinder für eine gute Bildung.
In den vergangenen Jahren zeigten einzelne Trommel-, Tanz und Bewegungsprojekte erste Erfolge bei den Kindern anderer Kitas im Quartier und es gelang schrittweise, einige Defizite abzubauen. Ein erstes Trommelprojekt im Herbst 2011 an der Kita Highdechsen war ebenso erfolgreich. Da Musik und Tanz vor allem in anderen Kulturen (u. a. im orientalischen und südosteuropäischen Raum) eine große Rolle spielen, soll gerade hier mit neuen Projekten für Kitakinder angeknüpft werden.

Ziele des Projekts und konkrete Aufgaben

Ziel ist es, an das vorangegangene Projekt in der Kita Highdechsen anzuknüpfen und die rhythmischen, motorischen und musischen Fähigkeiten der Kinder zu schulen. Damit sollen auch diese Kinder, die teilweise erst seit kurzem eine Kita besuchen, zusätzlich gefördert werden. Die gemeinsame Arbeit in einem Trommelprojekt, dessen Ergebnisse zum Abschluss z.B. im Quartier oder vor den Eltern aufgeführt werden, verschafft den Kindern darüber hinaus schrittweise Erfolgserlebnisse und unterstützt ihr Selbstbewusstsein. Mit dem Projekt sollten möglichst viele Sinne angeregt und die Entwicklung von kindlicher Kreativität und Phantasie unterstützt werden.
Um eine möglichst große Nachhaltigkeit des Projektes zu erzielen, sollten die Kitaerzieherinnen in das Projekt einbezogen werden. Darüber hinaus wäre eine Einbeziehung der Eltern wünschenswert.

Zu erbringen sind folgende Leistungen:

  1. Vorbereitung und Durchführung des Projektes an der Kita entsprechend dem eingereichten Konzept und unter Einbeziehung der Kitaerzieherinnen
  2. Abstimmungen mit den Kooperationspartnern Kita Highdechsen sowie dem Quartiersmanagement High-Deck-Siedlung
  3. Abrechnung der Fördermittel im Quartiersfonds II, einschließlich Kurzdokumentation

Angebotsinhalt

  1. Konzept für die Durchführung des Projektes an der Kita Highdechsen
  2. Kostenkalkulation unter Angabe der Stunden und Honorarsätze für den Leistungsumfang
  3. Kostenkalkulation von Sachmitteln, gegebenenfalls Mittel für Öffentlichkeitsarbeit (Werbung für die Abschlusspräsentation)
  4. Zeitplan
  5. Nachweis der Erfahrungen und Qualifikationen sowie Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses für die eingesetzten Mitarbeiter(innen)
  6. Referenzen zu bereits durchgeführten ähnlichen Projekten in benachteiligten Quartieren mit Kindern unterschiedlicher Herkunftssprachen, insbesondere arabisch, türkisch und/ oder südosteuropäisch

Projektmittel

Das Projekt soll im Rahmen des Quartiersfonds II gefördert werden, für den in der High-Deck-Siedlung im Jahr 2012 insgesamt 35.000 Euro zur Verfügung stehen. Einzelne Mikroprojekte wie dieses können hieraus mit jeweils 1.000 bis maximal 10.000 Euro (brutto) gefördert werden. Damit möglichst viele der insgesamt acht befürworteten Projektideen gefördert werden können, sollte das Projekt jedoch „sparsam“ kalkuliert werden und nach Möglichkeit nicht den maximalen Rahmen ausschöpfen.
Der Projektträger kann für die Abwicklung der Fördermittel mit dem Quartiersmanagement max. 5 % der Projektkosten in Ansatz bringen, die bereits im Antrag kalkuliert und begründet und in der Abrechnung dann konkret nachgewiesen werden müssen.

Projektlaufzeit

Das Projekt kann voraussichtlich im März 2012 starten und muss spätestens zum 31.12.2012 abgeschlossen sein.

Besondere Hinweise

Bei dem Auswahlverfahren handelt es sich nicht um ein Interessenbekundungsverfahren gemäß § 7 LHO oder eine Ausschreibung im Sinne des § 55 LHO. Rechtliche Forderungen oder Ansprüche auf Ausführung der Maßnahme oder finanzielle Mittel seitens der Bewerber bestehen mit der Teilnahme am Auswahlverfahren nicht. Die Teilnahme ist unverbindlich, Kosten werden den Bewerbern im Rahmen des Verfahrens nicht erstattet. Es gelten die Förderbedingungen des Programms „Soziale Stadt“, einschließlich der Abrechnungsbestimmungen.

Der ausgewählte Träger muss vor Projektstart für die eingesetzten Mitarbeiter(innen) erweiterte polizeiliche Führungszeugnisse vorlegen.

Bewerbungsfrist und Bewerbungsadresse

Der schriftliche Projektantrag ist bis spätestens Mittwoch, 1. Februar 2012 im Quartiersbüro, Leo-Slezak-Straße 23 in 12057 Berlin einzureichen. Es besteht die Möglichkeit den Antrag per E-Mail zuzusenden, persönlich abzugeben oder auf dem Postweg zu schicken. Dabei zählt das Eingangsdatum, nicht der Poststempel. Bitte stellen Sie uns den Antrag auf jeden Fall als Datei z. B. per E-Mail high-deck-quartier@weeberpartner.de zur Verfügung.

Projektauswahl

Die Auswahl der Projekte wird die Steuerungsrunde zum Quartiersmanagement High-Deck-Siedlung gemeinsam mit dem Quartiersratssprecher bzw. der stellvertretenden Quartiersratssprecherin treffen.

Ansprechpartner

Frau Müller und Frau Dr. Lindner vom QM-Team stehen bei eventuellen Rückfragen telefonisch unter 030/ 68 05 93 25 als Ansprechpartner zur Verfügung.