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Gemeinsam das Fasten brechen: Interkulturelles Iftar in der Grundschulmensa
In diesem Jahr liegt der muslimische Fastenmonat Ramadan im Winter. Er überschneidet sich damit weitgehend mit der christlichen Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern. Im Ramadan, der vom 18. Februar bis 19. März 2026 stattfindet, nimmt ein Großteil der muslimischen Bevölkerung weltweit zwischen Sonnenaufgang und -untergang weder Speisen noch Getränke zu sich. Nach Sonnenuntergang folgt mit dem Fastenbrechen die erste Mahlzeit des Tages. Auf Arabisch heißt das Fastenbrechen Iftar. Dieses gemeinsame Essen hat eine besondere Bedeutung und wird meistens feierlich mit der Familie oder Freunden eingenommen.
Wie im letzten Jahr hat ein aktiver Nachbar aus der High-Deck-Siedlung im Aktionsfonds des Quartiersmanagements einen Zuschuss beantragt und zusammen mit Nachbarinnen und Nachbarn, mit Hilfe des QM-Teams und in Kooperation mit der der Schule in der Köllnischen Heide ein gemeinsames interkulturelles Iftar in der Schulmensa organisiert.
Am Freitagnachmittag (27.2.2026) ab 17 Uhr trafen Nachbarinnen und Nachbarn im schon festlich geschmückten Raum der Grundschule ein, um den besonderen Moment des Fastenbrechens miteinander zu teilen.
Eingeladen waren alle Menschen aus dem Quartier – unabhängig von ihrer Glaubensrichtung und davon, ob sie fasten oder nicht. Für den feierlichen Rahmen, Geschirr und Getränke sorgten die Organisierenden, das Essen brachten die Gäste mit. So füllten sich die Tische mit den verschiedensten Köstlichkeiten. Nach Sonnenuntergang begannen circa 85 Menschen das gemeinsame Festmahl.
Von Linsensuppen über Kartoffel-, Nudel- und gemischte Salate, Tabulé, Cacık, Pizzen, Lasagne, vor allem aber kulinarische Spezialitäten aus der arabischen und türkischen Küche wie Reisgerichte mit Gemüse, Rosinen und Hähnchenkeulen oder Rindfleisch (Pilaw) und Mantı konnte man unterschiedlichste Gerichte probieren und zum Teil ganz neue Geschmacksrichtungen kennenlernen. Selbstverständlich kamen auch die Nachspeisen nicht zu kurz und manche Nachbarn erwiesen sich als wahre Gourmetköche und Bäckermeister.
Auch der Schulleiter und Mitarbeitende der Schule in der Köllnischen Heide sowie Gäste aus der Politik nahmen am Iftar teil.
Gemeinsam kulturelle Feste zu begehen und so seine Nachbarinnen und Nachbarn und ihre (Ess-)Kulturen besser kennenzulernen, ist im Quartier seit Jahren Tradition. Ob beim jährlich stattfindenden bunten Familienfest der Kiez AG Köllnische Heide, bei Veranstaltungen zum Erntedank, zu Weihnachten, zum Zuckerfest oder – wie an diesem Tag – zum gemeinsamen Fastenbrechen: Man trifft sich an verschiedenen Orten im Wohngebiet, führt Gespräche und lernt sich kennen.
Ein großes Dankeschön geht an die Schule in der Köllnischen Heide, die die Räume zur Verfügung gestellt hatte, an das Assistenzteam der NBS gGmbH und alle, die mitgewirkt und unterstützt sowie Essen mitgebracht und geteilt haben.
Die Veranstaltung wurde finanziert aus dem Aktionsfonds des Quartiersmanagements High-Deck-Siedlung/Sonnenallee Süd.





