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Donnerstag, 02.04.2026

Öffentliche Quartiersratssitzung: Vorstellung der Planungen auf dem Tabea-Campus

Die Quartiersratssitzung am Dienstag, 24. März 2026, war insofern besonders, als die Öffentlichkeit an ihrem ersten Programmpunkt teilhaben konnte. Als Gast war Dr. Oliver Unglaube, Geschäftsführer des Diakoniewerk Simeon anwesend, um die Pläne für die neue Bebauung des Tabea-Areals an der Sonnenallee/Ecke Hänselstraße vorzustellen.

Was passiert mit Tabea?

In den nächsten Wochen werden aufgrund von Bauschäden das Kirchengebäude und der Kirchturm auf dem Campus Tabea zurückgebaut. Anschließend entsteht dort ein Neubau des Diakonischen Werkes Simeon. Die Diakoniewerk Simeon gGmbH ist eine evangelische soziale Organisation, die Hilfebedürftige unterstützt und für sie eintritt. Hierfür arbeiten in Berlin und Brandenburg rund 1.500 Menschen unter ihrem Dach. Bereits seit geraumer Zeit war man auf der Suche nach einem geeigneten Standort für eine zentrale Geschäftsstelle, da der derzeitige Standort der Verwaltung in der Rübelandstraße im Rollbergkiez für die Fülle der Aufgaben nicht mehr ausreiche, wie Unglaube referiert.

Nun soll auf dem Campus an der Sonnenallee das Kirchlich Diakonische Zentrum Tabea entstehen. Neben einem großen zweigeschossigen Saal, der gleichermaßen für Gottesdienste als auch für Veranstaltungen genutzt und mehrfach unterteilt werden kann, wird es im Erdgeschoss voraussichtlich Räumlichkeiten für ein Beratungsangebot der Suchhilfe geben.

Im September 2025 wurde der Bauantrag eingereicht, nach seiner Prüfung und Genehmigung soll es mit den Bauarbeiten losgehen. Zunächst werden von den alten Bauten die Teile gesichert, die in den Neubau übernommen werden sollen. Das sind zum einen die Klinker aus der bestehenden Fassade, von denen zirka ein Drittel für eine Wiedernutzung verwendet werden könne, wie Experten schätzen. Auch von den farbenfrohen Kirchenfenstern soll sich zumindest ein Teil im neuen Gebäude wiederfinden. Der Glockenturm – mit Läuterecht und den bisherigen Kirchenglocken – wird in Zukunft direkt an der Straße stehen.

Hohe Standards

Der Bau mit Vorplatz und Foyer soll zur Gänze rollstuhlgerecht sein. Durch einen überbauten Durchgang gelangt man auf die Hofseite und in den großen Garten des Tabea-Geländes, in dem sich weiterhin die Kita befindet. Die Überbauung verbindet ab dem ersten Stockwerk die beiden neuen Gebäudeteile. Neben den Büros für die Verwaltung des Diakoniewerks ist eine möglichst offene und flexible Nutzung angedacht.

Wichtig ist Dr. Unglaube, dass bei den Planungen sehr auf Nachhaltigkeit geachtet wurde. So entsteht eine Konstruktion in Holzhybridbauweise, es wird Begrünungen der Fassade zur Hofseite hin geben, ein Gründach, das Regenwasser speichert, und eine Photovoltaikanlage. Hinzu kommt eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Automatisch gesteuert wird zudem die Nachtauskühlung des Gebäudes über Lüftungsklappen in den Fensterbändern der Büroräume.

Der Zeitplan

Liturgische Gegenstände aus der Bestandskirche werden eingelagert und später neu geweiht.

Kommt die Genehmigung des Bauantrags wie geplant, soll im Juni die Baugrube ausgehoben werden, ab Herbst beginnen dann die Rohbaumaßnahmen. Die Fertigstellung erfolgt voraussichtlich 2028. Dann werden hier Arbeitsplätze für 80 Menschen bereitstehen.

Aus dem Plenum kommt die Frage nach den Wegen in die Kita Tabea, deren Betrieb und Erreichbarkeit durch die Baumaßnahmen nicht eingeschränkt würde, wie Dr. Unglaube versichert.

Eine ebenfalls aus dem Plenum geäußerte Idee, dass es doch gut wäre, wenn die Stadtteilmütter Neukölln Büros oder flexible Arbeitsplätze im Neubau erhalten könnten, verspricht Dr. Unglaube als Hinweis gerne mitzunehmen.

T: H. Heiland, B: H. Heiland u. QM High-Deck-Siedlung/Sonnenallee Süd W+P GmbH