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Sie befinden sich hier: Info - Archiv / Artikel aus 2007 / Bildhauer

Kunstwerke von innen betrachtet

Die Bildhauerwerkstatt in der Osloer Straße ist ein Unikum: Unterhalten wird sie vom Kulturwerk des Berufsverbandes Bildender Künstler Berlins. In einem ehemaligen Tresorwerk wurden ‚Arbeitsplätze für Bildhauer mit der nötigen technischen Ausrüstung eingerichtet. Die Künstler können sie tage-, wochenweise oder auch für einen längeren Zeitraum anmieten. Die Werkstatt ist überaus beliebt, denn die Künstler, die teilweise mit tonnenschweren Steinblöcken oder riesigen Metallteilen arbeiten, brauchen aufwändige Hilfsmittel: Mit Seilwinden und Industriekränen werden Stein- oder Holzblöcke bewegt, Schweißgeräte verbreiten ihren beißenden Geruch.

 

Eine Ecke des ehemaligen Tresorwerks hat Manfred Knerner angemietet, um die Figuren zu bauen, die er gemeinsam mit Bewohnern in einer Ideenwerkstatt entwickelt hat. Drei lebensgroße Silhouetten aus Stahl stellen eine typische Szene aus dem Nachbarschaftstreff dar. Bei ihrem Besuch in der Bildhauerwerkstatt konnten die Nachbarn aus der High-Deck-Siedlung beobachten, wie eine der drei Figuren zusammengeschweißt wurde. Diese Arbeit verrichten drei Jugendliche unter der Aufsicht des Künstlers. Sie arbeiten im Bequit-Projekt „Fahrradwerkstatt und Anti-Graffiti“ und sind sehr stolz auf ihre Arbeit.  

Die Besucher aus der High-Deck-Siedlung genossen den Rundgang durch die Bildhauerwerkstatt und die ungewohnten Einblicke in das Innenleben von Kunstwerken. Werkstattleiter Jan Maruhn und Manfred Knerner beantworteten geduldig alle Fragen. Gespannt warten jetzt alle auf die Fertigstellung der Figurengruppe, die demnächst den Eingang zum Nachbarschaftstreff schon von weitem markieren wird. Der graue Stahl wird noch mit den Farben beschichtet, die auch das Logo des Nachbarschaftstreffs prägen. Dann können die Stahlfiguren in einem Betonfundament aufgestellt werden. Voraussichtlich Ende April wird die Figurengruppe an der Sonnenallee 319 eingeweiht.

 

Heike Kasten-Nkongolo